Montag, 02.02.2026

Bund fördert Glasfaserausbau mit 1,8 Milliarden Euro für 536 Projekte

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Bundesminister Dr. Karsten Wildberger hat am 14. Januar 2026 in Berlin Förderurkunden für Projekte der Gigabitförderung 2.0 übergeben. Der Bund stellt im jüngsten Förderaufruf rund 1,8 Milliarden Euro bereit, um Glasfaserverbindungen dort zu schaffen, wo ein privatwirtschaftlicher Ausbau als unwirtschaftlich gilt. Insgesamt wurden 536 Vorhaben bewilligt, von denen mehr als 40 exemplarisch bei der Veranstaltung vorgestellt wurden.

Umfang der Förderung und bisherige Investitionen

Die Gigabitförderung 2.0 wird vom Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung koordiniert. Der aktuelle Aufruf ist Teil einer bundesweiten Förderstrategie: Nach Angaben des Ministeriums flossen bislang rund 21 Milliarden Euro in den Breitbandausbau. Aktuell sind etwa 3 850 Ausbauprojekte in der Förderung, wodurch schätzungsweise rund 4,7 Millionen Anschlüsse neu angebunden werden sollen.

Beispiele für geförderte Projekte

Die vorgestellten Projekte decken ein breites Spektrum ab. Die Stadt Rödental weist nach Angaben des Ministeriums das höchste Investitionsvolumen und die meisten Anschlüsse für eine einzelne Kommune auf. Die Stadt Aachen realisiert das größte Vorhaben nach Bundesfördervolumen und plant die Versorgung des gesamten Stadtgebiets. Der Landkreis Wittmund verfolgt ein spezielles Vorhaben mit der Glasfaseranbindung der Insel Spiekeroog per Seekabel. Nach Angaben des Ministeriums handelt es sich dabei um die letzte niedersächsische Insel ohne Festlandanbindung mit Glasfaser.

Erwartungen an Umsetzung und Wirkung

Bei der Veranstaltung bezeichnete der Bundesminister schnelles Internet als Infrastruktur von vergleichbarer Bedeutung wie Straßen und Schienen. Er betonte, dass die Förderung nicht Selbstzweck sei. Entscheidend seien eine professionelle, zügige und qualitativ hochwertige Umsetzung, klare Zuständigkeiten, ein realistisches Zeitmanagement sowie eine enge Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern, Kommunen und der Telekommunikationswirtschaft. Maßstab für den Erfolg sei nicht allein die Fördersumme, sondern der tatsächlich realisierte Anschluss, die Nutzung der Netze und der nachhaltige Mehrwert für Regionen, Wirtschaft und Gesellschaft.

Die Bundesregierung verfolgt mit den Maßnahmen das Ziel, die digitale Transformation voranzubringen und gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land zu fördern. Die finanziellen Mittel sollen dort ansetzen, wo private Investitionen nicht ausreichen, um flächendeckend leistungsfähige Glasfasernetze zu schaffen.

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