Montag, 02.02.2026

Produktion von Fertiggerichten in Deutschland deutlich gestiegen

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Die deutsche Industrie hat 2024 deutlich mehr Fertiggerichte hergestellt als fünf Jahre zuvor. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes belief sich die Produktion auf 1,7 Millionen Tonnen im Wert von 5,9 Milliarden Euro. Gegenüber 2019 entspricht das einem mengenmäßigen Plus von 25,6 Prozent und einem nominalen Wertzuwachs von 45,4 Prozent.

Starke Zuwächse bei Nudel und Fleisch

Der Anstieg betrifft nicht alle Produktgruppen gleichermaßen. Am stärksten wuchs die Produktion von Nudelgerichten. Die Menge stieg von 345 000 Tonnen im Jahr 2019 auf 539 000 Tonnen im Jahr 2024, ein Plus von 56,4 Prozent. Der Produktionswert der Nudelgerichte nahm im gleichen Zeitraum von 643 Millionen Euro auf 957 Millionen Euro zu. Auch Fertiggerichte auf Fleischbasis verzeichneten deutliche Zuwächse. Mengenmäßig wuchs die Produktion von 221 000 Tonnen auf 316 000 Tonnen, ein Plus von 43,2 Prozent. Der Wert dieser Produkte stieg nominal von 907,5 Millionen Euro auf 1,6 Milliarden Euro.

Bei Gemüsefertiggerichten wurde 2024 mit 197 000 Tonnen ebenfalls mehr produziert als 2019, als 183 000 Tonnen hergestellt wurden. Der wertmäßige Anstieg fiel mit 54,3 Prozent auf 549 Millionen Euro deutlich aus. Einzige Ausnahme in der Mengenkurve waren Fischgerichte. Ihre Produktion ging von 24 000 Tonnen auf 22 000 Tonnen zurück. Der Wert der produzierten Fischgerichte wuchs hingegen leicht von 193 Millionen Euro auf 208 Millionen Euro.

Trend setzt sich 2025 bei Wert fort

Die Entwicklung setzte sich auch im Folgejahr fort. Für das erste bis dritte Quartal 2025 meldete das Statistische Bundesamt einen Herstellungswert von Fertiggerichten von 4,5 Milliarden Euro, das sind nominal 2,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Mengendaten für diesen Zeitraum werden aus Gründen der statistischen Geheimhaltung nicht veröffentlicht.

Zeitaufwand für Essenszubereitung weitgehend unverändert

Trotz des größeren Angebots an Fertiggerichten hat sich der tägliche Zeitaufwand für die Zubereitung von Mahlzeiten kaum verändert. Laut der Zeitverwendungserhebung 2022 verbringen Menschen ab zehn Jahren in Deutschland im Schnitt 41 Minuten pro Tag mit Kochen, Backen, Tischdecken und Geschirrspülen. Vor zehn Jahren lag dieser Wert bei 40 Minuten.

Deutliche Unterschiede zeigen sich nach Geschlecht. Frauen und Mädchen verwendeten 2022 im Schnitt 53 Minuten täglich auf Tätigkeiten rund um Mahlzeiten, Männer und Jungen 29 Minuten. Zehn Jahre zuvor lag die tägliche Zeitspanne bei Frauen und Mädchen bei 55 Minuten und bei Männern und Jungen bei 24 Minuten.

Methodische Hinweise

Die Angaben zur Produktion basieren auf der Produktionsstatistik für Betriebe mit 20 oder mehr Beschäftigten im Produzierenden Gewerbe. Erfasst werden verschiedene Gruppen von Fertiggerichten, darunter auf Fleisch, Fisch und Gemüse basierte Gerichte sowie verschiedene Teigwaren und andere Fertiggerichte. Die Zeitverwendungserhebung ist eine repräsentative Erhebung, bei der Teilnehmende ab zehn Jahren ihre Aktivitäten an drei vorgegebenen Tagen dokumentieren.

Weitere Detaildaten und methodische Informationen stellt das Statistische Bundesamt online zur Verfügung.

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