Camping hat in Deutschland im Jahr 2025 einen neuen Rekord erreicht. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stiegen die Übernachtungen auf Campingplätzen auf fast 44,7 Millionen und lagen damit 4,2 Prozent über dem Vorjahreswert. Im Vergleich zum Jahr vor der Pandemie bedeutet dies einen Zuwachs von 24,9 Prozent.
Zahlen und Langfristtrend
Die Entwicklung zeigt eine anhaltende Expansion des Campingsektors. Mit Ausnahme der Jahre, die von Reisebeschränkungen und Beherbergungsverboten geprägt waren, sind die Übernachtungszahlen in den vergangenen Jahren nahezu kontinuierlich gewachsen. Innerhalb von 20 Jahren haben sich die Campingübernachtungen mehr als verdoppelt. 2005 waren es noch 21,7 Millionen Nächte, was einem Plus von 105,5 Prozent gegenüber 2025 entspricht. Zum Vergleich: Alle Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben zusammen stiegen im gleichen Zeitraum um 44,6 Prozent.
Im Verhältnis zu allen Gästeübernachtungen entfielen 2025 rund 9,0 Prozent auf Campingplätze. Damit liegt der Anteil weiterhin über dem Stand vor der Pandemie. Im Pandemiejahr 2020 war der Anteil zeitweise höher, weil die Gesamtübernachtungen stärker zurückgingen.
Beliebte Regionen und Herkunft der Gäste
Regionale Präferenzen bleiben stabil. Die schleswig holsteinische Ostseeküste war mit 3,5 Millionen Übernachtungen erneut das meistbesuchte Ziel zum Campen. Auf den Plätzen dahinter folgen der Schwarzwald mit 2,6 Millionen Übernachtungen, die niedersächsische Nordseeküste mit 2,0 Millionen sowie das bayerische Allgäu mit 1,8 Millionen Nächten. Die Region Bodensee Oberschwaben konnte sich wieder unter den fünf meistbesuchten Zielen platzieren.
Campinggäste aus dem Ausland konzentrieren sich vor allem auf grenznahe Regionen im Südwesten. Die meisten ausländischen Campingnächte entfielen 2025 auf den Schwarzwald mit 735 000 Übernachtungen, gefolgt von Mosel Saar und der rheinland pfälzischen Eifel.
Campingdichte und regionale Schwerpunkte
Gemessen am Anteil der Campingübernachtungen an allen Übernachtungen war das Fränkische Seenland 2025 die stärkste Campingregion. Dort entfiel fast die Hälfte aller Übernachtungen auf Campingplätze. Weitere Regionen mit hoher Campingdichte sind das Lausitzer Seenland, der Hegau am Bodensee sowie die Holsteinische Schweiz. Bundesweit lag der Anteil der Campingübernachtungen bei durchschnittlich 9,0 Prozent.
Preisentwicklung bei Campingnächten
Die Preise für Übernachtungen auf Campingplätzen sind in den vergangenen Jahren stärker gestiegen als die Übernachtungspreise insgesamt. Seit 2020 verteuerten sich Übernachtungen auf einem Wohnmobilstellplatz um 32,2 Prozent, die Campingplatzgebühr stieg um 28,7 Prozent. Zum Vergleich: Die Preise für Übernachtungen insgesamt erhöhten sich im selben Zeitraum um 26,9 Prozent, während der Verbraucherpreisindex um 21,9 Prozent zunahm.
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